Dienstag, 13. März 2012

Blower-Door-Test: Check!

Bodo hat´s geschafft! Er hat den Blower-Door Test bestanden! Und zwar mit Bravour, wir sind so stolz auf unseren kleinen Liebling :)

Bevor wir aber mit den heutigen Ereignissen starten, fangen wir mit Bodos kleiner Lehrstunde an :was ist eigentlich ein Blower Door Test? ("da stell wa uns ma janz dumm"): laut wikipedia wird der Blower Door Test auch "Differenzdruck Messverfahren" genannt (Blower Door klingt irgendwie cooler)... "Mit dem Differenzdruck-Messverfahren wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen. Durch die Druckdifferenzen wird eine konstante Windlast auf das zu messende Gebäude simuliert." Aha. Mit anderen Worten: es wird geguckt, ob alles dicht ist oder ob´s noch irgendwo leckt.

Nun aber der Reihe nach...um viertel vor 11 ging das Ganze los und es wurde aufgebaut. Aufbau bedeutet erstmal: alles das, was erlaubterweise Luft durchlässt, zukleben: hier wurde bspw. ein kleiner Ballon in unseren Kamin gestopft:
Und unsere Lüftungsanlage wurde "abgedichtet"
Von außen sah die Anlage so aus:
Und von innen so:
Und dann ging es los. Nachdem zuerst die Innen- und die Außentemperatur gemessen wurde, wurde Druck gemacht. Zuerst wurde ein Unterdruck aufgebaut und dann ein Überdruck. Das Volumen des Gebäudes (in m³) wird dann durch diese beiden Ergebnisse geteilt (ja, bis dahin hab ich noch brav aufgepasst :)). Wenn dabei ein Wert unter 1,5 (bei Häusern mit Lüftungsanlage) bzw. unter 3,5 (bei Häusern ohne Lüftungsanlage) herauskommt, gilt der Test als bestanden. Und Bodo hatte......0,93! Das bedeutet, dass die Luft im Haus bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal (das war das, was in dem Test simuliert wurde) in einer Stunde 0,93 mal durch Luftundichtigkeiten (undichte Fenster und Co) ausgetauscht wird...das hab ich zumindest im Internet so gelesen. Prinzipiell hätte ich ja gedacht, dass so eine Druckdifferenz im alltäglichen Leben nicht vorkommt, aber nein! Das denken nur die Unwissenden (und da gehören wir ja ab heute nicht mehr zu :)). 50 Pascal Druckdifferenz entstehen bspw. bei einer Windstärke von 5 - was man nicht alles beim Hausbau so dazulernt. .Ist aber im Endeffekt wumpe, in Physik hab ich eh nie aufgepasst und unterm Strich stimmt alles: wir sind dicht :)!

Hier das ganze mit meiner Kamera protokolliert:


Die Messung wurde von dem Ingenieurbüro durchgeführt, bei dem auch unser Bauleiter beschäftigt ist. Kollateralschaden gab es nur einen kleinen: mitten in der Messung kam unser Maler an und stand verzweifelt klopfend vor der Tür. Aber wir durften ja nicht aufmachen...so zog er unverrichteter Dinge wieder von dannen und kam dann nach einer ausgedehnteren zweiten Frühstückspause wieder. Zum Glück musste von den Handwerkern drinnen zwischenzeitlich keiner auf´s Klo, das hätte dumm ausgehen können...

Weiteres Ergebnis des heutigen Tages: unsere Badewanne ist da! Da der Fliesenleger aber heute nicht da war, wurde sie erstmal im Wohn/Essbereich zwischengelagert:
Ansonsten werkelte unser Sanitärmensch heute weiter an der Vorrichtung für unseren Spiegelschrank rum und am Donnerstag soll es mit den Elektroarbeiten weitergehen. Hoffentlich kommen unsere Fliesen im Obergeschoss bald, denn sobald die gefliest sind, können wir auch mit dem Streichen loslegen (wäre sonst mit dem ganzen Staub, der beim Schneiden der Fliesen entsteht, etwas blöd, von daher wollen wir bis dahin warten).

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